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26.09.2019 | 13:41 Uhr

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop eröffnet Ausstellung „Kiezgestein – 90 Jahre Karstadt am Hermannplatz“

Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Timo Herzberg, CEO von SIGNA Real Estate Germany, eröffnen Ausstellung „Kiezgestein – 90 Jahre Karstadt am Hermannplatz“ +++ Ausstellung zeigt Reise durch die wechselhafte Geschichte des Warenhauses +++ Geöffnet ab 27.09., Mo-Sa von 8 bis 20 Uhr, Eintritt frei +++ Ausstellungsraum im 4. OG im Karstadt am Hermannplatz

Berlin, 26.09.2019 – Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat zusammen mit Timo Herzberg, CEO Real Estate Germany von SIGNA, der Eigentümerin von Galeria Karstadt Kaufhof, die Ausstellung „Kiezgestein – 90 Jahre Karstadt am Hermannplatz“ eröffnet. Die Ausstellung erzählt mit zahlreichen Fotografien, Original-Zitaten und historischen Dokumenten die spannende und wechselhafte 90-jährige Geschichte von Karstadt am Hermannplatz – von den „Goldenen Zwanzigern“ über die vorsätzliche Sprengung durch die Nazis in den letzten Kriegstagen im Jahre 1945 bis hin zu den verschiedenen Neu- und Umbauphasen zum heutigen Status Quo, der mit der vorerst letzten Bauphase im Jahr 2000 erreicht worden ist.

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr und befindet sich im 4. OG des Karstadt am Hermannplatz. Der Eintritt ist frei.

„Der Karstadt am Hermannplatz war viel mehr als ein klassischer Einkaufsort – er war ein Ort zum Erleben, ein Ort, der jedem etwas bieten konnte“, sagt Timo Herzberg. „Daher entwickelte er sich schnell über die Stadtgrenzen hinweg zum beliebten Ausflugsziel unterschiedlichster Klientel und zur Begegnungsstätte der Berlinerinnen und Berliner.“

„Karstadt hat eine lange Tradition in unserer Stadt, insbesondere das Warenhaus am Hermannplatz war und ist für die angrenzenden Bezirke aber auch stadtweit von Bedeutung. Die Ausstellung zeigt diese Geschichte auf beeindruckende Weise“, sagt Ramona Pop. „Es ist daher wichtig, dass auch zukünftig in die Karstadt-Häuser investiert wird, um die Veränderungen des Umfelds und der Stadt aufzunehmen, um weitere 90 Jahre erfolgreiche Unternehmens- und Stadtgeschichte gemeinsam schreiben zu können.“

„Das Warenhaus am Hermannplatz ist seit 90 Jahren integraler Bestandteil des Kiezes und darüber hinaus. Darauf sind wir stolz. Wir freuen uns auf die Weiterentwicklung unseres Hauses – einem Marktplatz für Kundinnen und Kunden aus dem Kiez und ganz Berlin an einem der lebhaftesten Verkehrsknotenpunkte der Stadt“, sagt Thorsten Beineke, Filialleiter von Galeria Karstadt Kaufhof am Hermannplatz.

Das modernste Warenhaus Europas

Als das Kaufhaus im Jahr 1929 eröffnete, war es mit 72.000 Quadratmetern das größte Warenhaus Europas – in erster Linie war es aber das modernste, ausgestattet etwa mit Rolltreppen, Personen-, Speise- und Lastenaufzügen. Überregionale Bekanntheit erlangte es als erstes Warenhaus mit eigenem U-Bahnzugang. Der Karstadt am Hermannplatz bot seinen Gästen ein umfangreiches Warenangebot, zahlreiche Services und Attraktionen wie eine Badestätte, Frisiersalons, eine Sporthalle oder Restaurants für jeden Geldbeutel und Geschmack – und sogar Kulturveranstaltungen. Hauptattraktion war die begrünte Dachterrasse, die einen Blick aus 32 Metern Höhe über Kreuzberg und Neukölln erlaubte.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Der Bau war eine Attraktion und wurde über die Grenzen Berlins hinaus zur beliebten Sehenswürdigkeit. Postkartenmotive, die das Gebäude und vor allem das weltstädtische Leben auf dem Dachgarten zeigen, waren äußerst beliebt. Daran änderte auch Karstadts Beinahe-Konkurs im Zuge der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren nichts. Die vorsätzliche Sprengung des Hauses durch die Nazis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs war eine Zäsur. Zunächst wurde aus einem Provisorium im Trümmerschutt heraus weiterverkauft. Der fünf Jahre später begonnene Neubau wurde 1951 fertiggestellt. Es folgten verschiedene Um- und Ausbaumaßnahmen bis zum heutigen Status Quo, der mit der vorerst letzten Bauphase im Jahr 2000 erreicht worden ist.

Fassadenfragment erinnert an die historische Architektur

Als einziger Gebäudeteil, der von der Sprengung 1945 weitgehend verschont blieb und teilweise rekonstruiert wurde, überdauert ein Fassadenfragment an der Hasenheide die bewegte Geschichte und zeugt noch heute von der historischen Stätte und einer Zeit, in der ein Besuch im Warenhaus am Hermannplatz weit mehr war als nur Einkaufen.

Eintauchen in diese Zeit können Besucher durch den Erwerb der eigens für die Ausstellung hergestellten Postkarten aus der Druckerei Baumgarten & Grützmacher aus Kreuzberg und Pralinen von Ohde aus Neukölln. Die Erlöse gehen an die Karuna Sozialgenossenschaft.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung „Kiezgestein – 90 Jahre Karstadt am Hermannplatz“ erzählt mit zahlreichen Fotografien, Original-Zitaten und historischen Dokumenten die spannende und wechselhafte 90-jährige Geschichte von Karstadt am Hermannplatz. Die Agentur muxmäuschenwild hat die Ausstellung realisiert. Ein besonderer Dank geht an Holger-Philipp Bergt (Sammler), Lothar Übel (Sammler), Axel Mauruszat (Sammler), Prof. Dr. Wolfgang Schäche (Architekt und Stadtforscher), M. A. Dipl.-Ing. David Pessier (Architekt und Stadtforscher), Reinhold Steinle (Stadtführer), Stadtmuseum Berlin, Heimatmuseum Kreuzberg, Heimatmuseum Neukölln, Berlinische Galerie, Karstadt Archiv Essen und das Karstadt Archiv Berlin.

Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch begleitet durch Ricarda Ulm von der Fujiama – Urban Music & Dance Show, die am 28.9. im Heimathafen Neukölln präsentiert wird und ihre Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise über den Broadway Neukölln nimmt.

Über SIGNA

Die von dem österreichischen Unternehmer René Benko im Jahr 1999 gegründete SIGNA Gruppe ist eine privat geführte Investmentgesellschaft mit dem Fokus auf den Real Estate-, Retail- und Mediensektor. Die Gruppe ist einer der führenden europäischen Immobilieninvestoren mit einem Portfolio einzigartiger Assets in Premium-Lagen.

Mit einem laufenden Projektvolumen von EUR 9 Mrd. an 10 Standorten in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Luxemburg ist die SIGNA Gruppe einer der bedeutendsten Immobilienentwickler. Sie ist einer der dominierenden Investoren in den attraktiven Immobilienmärkten von Wien, Berlin, München und Hamburg. Anfang 2019 beschloss die SIGNA Gruppe, ihre Immobilienaktivitäten auf den US-Markt auszudehnen und erwarb das legendäre Chrysler Building in New York.

Mit SIGNA Retail unterhält die Gruppe die in Europa führende Omnichannel-Einzelhandelsplattform mit über EUR 7,5 Mrd. Umsatz und 45.000 Mitarbeitern. Zu SIGNA Retail gehört mit Sports United auch die Nummer eins im Online-Sportfachhandel in Kontinentaleuropa.

SIGNA Media investiert in ausgesuchte Medienunternehmen mit großem Markenwert und ist Teilhaber der größten österreichischen Zeitungsgruppe Krone-Kurier.

© Frederik Ferschke