Das prestigeträchtige Alsterhaus, prominent am Jungfernstieg der Hamburger Binnenalster gelegen, ist das bekannteste Warenhaus in Hamburg und wird von der The KaDeWe Group betrieben. Als Einkaufsgegend höchster Qualität ist die frequente Lage auch bei Touristen besonders beliebt.

Als das Alsterhaus im April 1912 seine Türen öffnete, war es gleich stadtbekannt. Schon die alte Tietz-Filiale hatte die Hamburger mit ihrer Lichterpracht und ihrem umfangreichen Sortiment begeistert. Das neue Haus am Jungfernstieg war sogar noch spektakulärer. Es gab dort extravagante französische Hüte, maßgefertigte Kleider, Sonnenschirme aus reiner Seide, Orientteppiche, Bücher und vieles mehr.

Das Alsterhaus präsentiert sich heute auf 24.000 Quadratmetern in einem exklusiven Ambiente aus historischer Bausubstanz und junger Innenarchitektur und erhält im Zuge der 2016 aufgenommenen Umbauarbeiten abermals eine grundlegend neue Struktur. So wird das Alsterhaus im Laufe der kommenden Jahre ein neues Gesicht erhalten und auf eine Höhe mit international renommierten und kulturprägenden Department Stores gehoben. Wie eh und je wird Gästen aus Nah und Fern die bewährte Mischung aus hochwertigen Produkten und zuvorkommendem Service geboten.

 

© Franz Brück

Im Jahr 2016 wurde die erste Etappe der großen Transformation mit der Eröffnung der Accessories Hall abgeschlossen. In dem nach Entwürfen von Kleihues & Kleihues neu gestalteten Atrium findet sich die exquisiteste Markenauswahl: Taschen und Accessoires von Marken wie Céline, Saint Laurent, Balenciaga, Fendi und Valentino, Uhren und Schmuck des Schweizer Juweliers Bucherer. Mit der Fertigstellung des Beauty Departments „Die Neue Schönheit“ im Jahr 2017 wurde die Transformation des Erdgeschosses im Alsterhaus komplettiert. Im Zentrum des Departments steht die „Fragrance Library“, die eine unvergleichliche Auswahl an Düften präsentiert.

Obwohl die Architektur des Alsterhauses von beiden Weltkriegen nahezu unversehrt blieb, musste die jüdische Familie Tietz wie viele andere vor den Nazis ins Ausland fliehen. Systematisch war ihr Warenhaus von der Wirtschaftspolitik des NS-Regimes in den Ruin getrieben worden. Nach dem Krieg einigten sich die Erben mit dem neuen Besitzer des Hertie-Konzerns auf einen Vergleich. Das Alsterhaus profitierte vom Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre und gewann seine führende Position als gehobenes Warenhaus zurück. In den Sechzigerjahren vergrößerte sich die Verkaufsfläche auf 19.000 Quadratmeter; 1983 wurde die Innenarchitektur komplett umgestaltet.