Das klassizistische Gebäude, genau am Ende der Sichtachse des Grabens, wurde in den Jahren 1798/99 errichtet. Ab 1999 wurde es einem Umbau und ab 2001 einem Dachausbau unterzogen, in dessen Zuge auch die Haustechnik sowie die Büroausstattung adaptiert bzw. komplett erneuert wurde.

Das klassizistische Gebäude, genau am Ende der Sichtachse des Grabens, wurde im Auftrag des niederösterreichischen Beamten Franz Josef Haggenmüller zu Grienberg in den Jahren 1798/99 errichtet. Für diesen Zweck wurden das im Jahr 1445 zum ersten Mal erwähnte Haus „Zur goldenen Sonne“ und das 1441 erstmalig erwähnte Haus „Zum weißen Storchen“ abgerissen. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich im 1. Stock des Gebäudes das Allgemeine Anfrage- und Auskunfts-Comptoir, das gegen Bezahlung „über alle bürgerlichen und gesellschaftlichen Geschäfte und Verhältnisse, welche zu wissen erlaubt ist“ Auskunft erteilte.

© Franz Brück

1843 zog der Musikverlag‚ Carl Haslinger quondam Tobias‘ in das Haus. Dieser residierte bis 1875 im Haus und verlegte in dieser Zeit zahlreiche Werke Wiener Komponisten (unter anderem Johann Strauss, Josef Strauss, Eduard Strauß und Carl Michael Ziehrer). Im Jahr 1874 eröffnete die jüdische k. u. k. Hoffotografin Adele Perlmutter im Haus das Fotoatelier Adèle, das bis zur Flucht ihres Neffen Ernst Förster vor den Nazis 1938 bestand. 1828 kaufte Johann Baptist Freiherr von Pasqualati das Haus, dessen Nachfahren es im Jahr 1910 an die Zentraleuropäische Länderbank veräußerten.

Ab 1999 wurde es einem Umbau und ab 2001 einem Dachausbau unterzogen, in dessen Zuge auch die Haustechnik sowie die Büroausstattung adaptiert bzw. komplett erneuert wurde. 2009 erwarb SIGNA das Haus.

Das Haus beherbergt in den unteren Geschoßen den 1950 eröffneten und namensgebenden Luxus-Feinkost-Anbieter „Meinl Am Graben“ und darüber Büroräume. Als Vertreter eines typischen Altbaus weist das gesamte Objekt großzügige Raumhöhen auf und bietet aufgrund der derzeit sehr niedrigen Durchschnittsmieten ein hohes Mietsteigerungspotenzial für die Zukunft.