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Happy Birthday KaDeWe!Das KaDeWe feiert seinen 110. Geburtstag

SIGNA Retail

Seit seiner Gründung im Jahr 1907 verbindet das KaDeWe Tradition und Moderne. Kein anderes Kaufhaus ist so mit der Stadt Berlin und den Berlinern verbunden wie das KaDeWe. Ein Unikat, das weltweit bekannt ist, und wie nur wenige Plätze in Berlin die Veränderung der Stadt zu einer internationalen Metropole widerspiegelt. Ein Lieblingsort für Berliner und eine Kultstätte für Touristen. Nun feiert das KaDeWe seinen 110. Geburtstag.

Das KaDeWe – Die Geschichte des Hauses

Was 1905 als vermeintlich abenteuerliche Idee des Berliner Kaufmanns Adolf Jandorf begann, übertraf schon bei der Eröffnung am 27. März 1907 alle Erwartungen. Vor der Eröffnung schaltete man in den Tageszeitungen technisch erstmals möglich gewordene ganzseitige Bildinserate des Jugendstil-Grafikers August Hajduk. Diese gänzlich neue Form der Werbung erregte damals großes Aufsehen und sorgte für das Tagesgespräch der Berliner.

Das Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe, in der Tauentzienstraße bot am zentralen Verkehrsknotenpunkt des Wittenbergplatzes Begehrtes aus aller Welt – angefangen bei einer Vielzahl von Produkten, die selten und für die deutsche Kundschaft oft auch unbekannt waren. Das Modesortiment präsentierte Kreationen, die von den Laufstegen in Paris stammten, und die Lebensmittelabteilung wartete mit exotischen Früchten aus der Südsee auf. Außerdem zeichnete sich das Warenhaus durch besondere Serviceleistungen aus, etwa eine Leihbibliothek und fast zwei Dutzend Personenaufzüge. Architekturbegeisterte zeigten sich beeindruckt von seinen prächtigen Fensterfassaden, lichtdurchfluteten Verkaufshallen und holzgetäfelten Erfrischungsräumen. Schnell entwickelte sich der Tauentzien zu einem der beliebtesten Boulevards der Stadt.

Der Hermann Tietz & Co-Konzern, auch Hertie Konzern genannt, der das KaDeWe in den Zwanzigerjahren übernommen hatte, ließ die bis heute maßstabsetzende Feinkostabteilung mit Entlüftungsapparaturen einrichten. 1932 umfasste die Leihbibliothek des KaDeWe 60.000 Titel. Im Jahr 1933 wurde die gesamte Warenhausgruppe von Hermann Tietz durch das NS-Regime enteignet. Im Zweiten Weltkrieg stürzte ein amerikanisches Flugzeug ins Dach des Hauses und löste einen Großbrand aus. In der unmittelbaren Nachkriegszeit deckte das Warenhaus vor allem den Grundversorgungsbedarf. Der Wiederaufbau zog sich über fast anderthalb Jahrzehnte hin. Erst 1956 war die Rekonstruktion aller sieben Etagen abgeschlossen.

In den Sechzigerjahren verlor das KaDeWe durch den Bau der Berliner Mauer einen erheblichen Teil seiner Mitarbeiter und Stammbesucher. Dennoch fand es allmählich zu seiner alten Größe zurück. Ein bis 1978 währender Umbau erweiterte die Verkaufsfläche auf 44.000 m² und etablierte das KaDeWe als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Unmittelbar nach der politischen Wende erlebte der Einkaufsmagnet ab dem 10. November 1989 mehrere Tage lang einen weiteren großen Andrang. Bis zu 200.000 DDR- Bürger täglich bestaunten den bekannten Konsumtempel und legten den Verkauf weitgehend lahm – das stärkste Besucheraufkommen in der Geschichte. Von 1991 bis 1996 wurde das KaDeWe noch einmal um 16.000 m² mit einer siebenten Etage aufgestockt. Hier entstand 1993 ein Restaurant mit einer Glaskuppel auf einem T-förmigen Grundriss. Heute ist das KaDeWe ein internationaler Departmentstore, der auf mehr als 60.000 m² Verkaufsfläche internationale Designer und höchstklassige Marken anbietet. Produkte und Service stehen für die Idee, Einkauf zum Erlebnis werden zu lassen.

Von dem Moment an, wenn sich morgens um 10 Uhr das originale Eisengitter von 1907 vor dem Eingang senkt, empfängt das Haus täglich über 50.000 Kunden – in der Weihnachtszeit sind es bis zu 100.000. Seit 2016 wird das Interieur unter der Aufsicht des Architekten Rem Koolhaas und seines Büros OMA in einem mehrjährigen Umbau grundlegend neu strukturiert. Das KaDeWe passt sich wieder einmal den Anforderungen der Zeit an, um auch weiterhin den hohen Ansprüchen seiner Gäste zu entsprechen – und wie die Hauptstadt Berlin wandelbar zu bleiben.

Im Jänner 2016 wurden die bisher tiefgreifendsten Umbaupläne des KaDeWe nach den Entwürfen des niederländischen Architekten Rem Koolhaas vorgestellt. Das Gebäude wird in vier Viertel, sogenannte Quadranten, aufgeteilt, die sich um vier unterschiedlich gestaltete Atrien mit Rolltreppen gruppieren. Die ersten Umbauten sind bereits erfolgt und zeigen eine hohe Attraktivität für die Besucher. Die Enthüllung der neuen Fensterfront und des neuen Eingangs, die Eröffnung der ersten beiden neuen Quadranten Women’s Fashion in der 2. Etage nach den Plänen der Designerin India Mahdavi sowie Men’s Accessories in der 1. Etage nach den Plänen des Storage Milano ziehen viele neue Kunden an.

Den Ausblick des neuen Restaurants im Dachgeschoss will man durch eine schräge, kantige Glas-Stahlträgerfassade erweitern, die das bisherige Rundgewölbe ersetzen soll. Nach Geschäftsschluss bleibt das Restaurant bis 24 Uhr sowie sonntags geöffnet und wird mit Außenaufzügen erreichbar sein. Der gesamte Umbau bei laufendem Betrieb wird sechs Jahre andauern und im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Die neuerliche Umgestaltung ist mit dem Wunsch verbunden, ein außerordentliches „Erlebnis“ für die Besucher und Kunden bieten zu können. Insgesamt werden mehr als 180 Mio. Euro in den Umbau des Hauses investiert.

KaDeWe – It´s a man´s world

Zur neuen Saison setzt The KaDeWe Group in allen drei Häusern die neuen Herbsttrends für Männer in Szene und inszeniert Mäntel, Jacken, Taschen, Schuhe und Accessoires auf allen Kanälen: Windows Gallery, Social Media, Website, Newsletter und in den Magazinen der drei Häuser. Illustrator Olaf Borchard kreiert eine fantastische Welt rund um das Thema Men‘s Fasion & Accessories, inspiriert von Alltagssituationen, die er mit viel Humor und großem Talent in seinen Illustrationen darstellt. Aus den Skizzen seiner Fotoproduktionen für internationale Marken und Magazine entwickelte Olf Borchard nach und nach die Serie „Misses“, wie er seine Figuren mit den gertenschlanken Beinen nennt und, die über die Jahre zu seinem Markenzeichen wurden. In der Zusammenarbeit mit dem KaDeWe, dem Alsterhaus und dem Oberpollinger sind nun die sogenannten „Mister“ entstanden: Mr. Personal Shopper, Mr. Sleep, Mr. Hat, Mr. Love Birds, Mr. Luggage, Mr. Bow und viele mehr. „It‘s a man‘s world“ ist eine fantastische Reise durch die aktuellen Trends in den Häusern der KaDeWe Group, die in eine Szene entführt, welche die Grenzen der Realität verschwimmen lässt und – mitten im urbanen Treiben – zum Tagträumen einlädt!

Im Bett mit Casper

Das erfolgreiche E-Commerce- Unternehmen Casper wird seinem Ruf als Innovationsführer im Matratzenmarkt gerecht und startet eine Kooperation mit der renommierten The KaDeWe Group. Ab Ende August bis Ende Januar 2018 bekommen Kunden in den Häusern der Gruppe ein völlig neues Produkt- und Einkaufserlebnis rund um die besonders inszenierte Matratzenwelt von Casper geboten. Start der Casper Pop-Up Store- Aktion „Im Bett mit …“ war am 28. August 2017 im KaDeWe in Berlin, gefolgt vom Oberpollinger in München sowie dem Alsterhaus in Hamburg Anfang September. Casper ist ein Schlafunternehmen, das im Jahr 2014 mit der Produktinnovation einer perfekt auf die Bedürfnisse des Verbrauchers abgestimmten Matratze in den amerikanischen Online-Markt eingetreten ist. Die preisgekrönte Matratze Casper, die von einem hauseigenen Design Team entwickelt wurde, verfügt über ein schlankes Design und wird in einer kompakten Casper Box nach Hause geliefert. Casper ist eine der am schnellsten wachsenden Consumer Brands aller Zeiten. Das Unternehmen wurde vom Magazin Fast Company 2017 zu einer der 50 „Most Innovative Companies” der Welt und die Casper Matratze vom TIME Magazine zu einer der besten Erfindungen ernannt.