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Die Postsparkasse

SIGNA Real Estate

Eine Wiener Architekturikone

Otto Wagners Postsparkasse ist eine weltweit bekannte Architekturikone, die in einer Reihe mit Wiens wichtigsten Häusern steht, und als Meilenstein auf dem Weg von Historismus zur Moderne gilt. Mit dem 1904-1912 in zwei Phasen errichteten Bauwerk schuf Wagner (1841-1918) eines der bedeutendsten Gebäude, dessen wesentliche Elemente – von der Fassade bis zur Innenausstattung – gemäß der Vision „etwas Unpraktisches kann nie schön sein“ Zweckmäßigkeit mit Ästhetik vereinen.

Das architektonische Schlüsselwerk im Zentrum Wiens – dem ersten Bezirk – wurde von SIGNA Ende 2013 erworben. Nach Auszug des derzeitigen Hauptmieters BAWAG P.S.K. ist ein angemessener Nutzungsmix für das Gebäude geplant, bei dem unter anderem auch die Umsetzung eines Hotels möglich ist. SIGNA befindet sich dahingehend derzeit in einer umfangreichen Evaluierung, bei der das Unternehmen eng mit dem Bundesdenkmalamt zusammenarbeitet. Ausgehend von der derzeitigen Nutzung durch die BAWAG P.S.K. als Bürostandort wird es mit Sicherheit auch in Zukunft wieder Büroflächen in der Postsparkasse geben.

Entstehung der Postsparkasse

Die Errichtung eines weit verzweigten Filialmodells der Österreichischen Postsparkasse, die 1883 von Georg Coch gegründet worden war, und das damit verbundene Wachstum machte eine Umsiedelung in ein größeres Gebäude notwendig. Der Wettbewerb für das k.k. Postsparcassen-Amtsgebäude wurde im Februar 1903 als offenes Verfahren ausgelobt. Nach drei Jurysitzungen, in denen 37 Projekte gesichtet wurden, stand Otto Wagners Entwurf rasch als Gewinner fest. „Eigenartig, wie gut die Menschen hineinpassen“, soll Kaiser Franz Joseph, der für gewöhnlich die klassische Ringstraßenarchitektur bevorzugte, bei der Eröffnung des großen Kassensaals 1906 gesagt haben.

Eisenbeschlagene Schatztruhe

Otto Wagner ist bekannt für einen mit Funktionalität gepaarten hohen ästhetischen Anspruch. Bei der Postsparkasse setzte er auf ein Raumkonzept, das insbesondere mit der lichtdurchfluteten Schalterhalle gängige Konventionen überwand. Innen wie außen arbeitete er mit dem neuen Werkstoff Aluminium. Mit der Gestaltung der Außenfassade wird auch eine symbolische Mitteilung transportiert: eine mit Eisen beschlagene Schatztruhe, die als Archetypus für sicher verwahrtes Geld steht.

Otto Wagners Architektur
Verglichen mit den anderen Bauten aus dieser Zeit wirkt Wagners Stil bei der Postsparkasse konsequent modern und funktionsgerecht. Die Fassade ist mit witterungsbeständigen Granit- und Marmorplatten verkleidet, rostfreies Aluminium findet außen wie innen Verwendung: zum Beispiel für die Geländer und die Zierfiguren am Dach oder auch die Warmluftausbläser im Kassensaal. Wenn man die Postsparkasse mit Wagners beiden Privathäusern vergleicht, wird deutlich, dass der Jugendstil Eklektizismus in Wagners Vorstellung von der neuen, funktionellen Welt abgelöst worden war. Das Gebäude der Postsparkasse, das zugleich Kunstwerk und Gewerbeimmobilie ist, schafft durch sein zeitloses Design seit mehr als 100 Jahren ein einladendes und ansprechendes Arbeitsklima.

Ein Gebäude als Ort der Kultur

Kunst und Kultur war schon immer eng mit der Postsparkasse verbunden. Im Jahr 2005 wurde anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Postsparkassengebäudes von der BAWAG P.S.K. das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse als permanente Ausstellung im kleinen Kassensaal eröffnet, in dem unter anderem historische Fotos, Dokumente, Pläne und ein Modell gezeigt werden. Als Eigentümer des Postsparkassengebäudes führt SIGNA das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse weiter, das jede Woche mehrere hundert Besucher zählt und eine Vielzahl an Kunst- und Architekturstudenten aus der ganzen Welt anzieht.

Im Rahmen des 100. Todesjahres von Otto Wagner war 2018 die Ausstellung „POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne“ des Österreichischen Museums für angewandte Kunst / Gegenwartskunst zu sehen. Dabei wurden einzelne Objekte aus der PSK sowie die PSK selbst als reales Gebäude in die Ausstellung miteinbezogen.

Zwischennutzung durch Fotoausstellung

Mit der Zwischennutzung durch FOTO WIEN – dem neuen Festival für Fotografie – werden die Räumlichkeiten der Postsparkasse erneut für kulturelle Zwecke genutzt. Ab 20. März 2019 wird das Gebäude, das SIGNA als Hauptsponsor zur Verfügung stellt, für zweieinhalb Wochen zum Standort der Festivalaktivitäten und bietet Platz für Fotoausstellungen, einen Photobook Market, Installationen, Portfolio Reviews und Awardverleihungen. Neben den Ausstellungen dient das Gebäude auch als Ort für den internationalen Austausch über das Thema Fotografie, das in Workshops, Symposien, Vorträgen und Diskussionen behandelt wird.