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Karstadt Warenhaus entwickelt Marktplatz der Zukunft

SIGNA Retail

Karstadt Warenhaus geht den nächsten Schritt seines umfassenden Modernisierungsprogrammes und wächst zu einem vernetzten „Marktplatz der Zukunft“. Das bedeutet, „unser Geschäftsmodell wird sehr viel kooperativer sein, als in der Vergangenheit“, erklärt Karstadt-CEO und SIGNA Retail Geschäftsführer Dr. Stephan Fanderl. „Wir öffnen systematisch und sehr zielgerichtet unsere Filialen und unseren Online-Shop Karstadt.de für Drittanbieter aus dem Online- und dem stationären Handel. Die Ausgangsbedingungen dafür sind beim Format Warenhaus ausgezeichnet, denn wir sind heute schon der einzige physische Marktplatz der Stadt.“

Technologie- und Kompetenzschub

Zuletzt haben Karstadt Warenhaus und die SIGNA Retail die Mehrheit an Hood.de, einem der heute schon erfolgreichsten und profitabelsten Online-Marktplätze, erworben. Damit verfügt Karstadt nun nicht nur über die Möglichkeit, das eigene Sortiment über Hood.de anzubieten. Das Warenhaus hat durch die weit entwickelte und markterprobte Technologie sowie die Prozesse und die Erfahrung des Hood.de-Teams auch einen großen Wettbewerbsvorteil erzielt.

„Wir verbinden mit Hood.de künftig die Stärken von 79 Warenhäusern und unserem bestehenden Online-Shop mit einer digitalen Plattform, die tausende Anbieter bündelt“, sagt Stephan Fanderl. „Der Austausch mit den erfolgreichen Online-Teams, der Unternehmen, die heute schon zu SIGNA Retail gehören, ermöglicht uns, die Digitalisierung noch schneller voranzutreiben.“

Anpassung der internen Prozesse

Die Einkaufsstrategie von Karstadt wird aufgrund der schnell voranschreitenden Digitalisierung erheblich modernisiert: Künftig entwickelt ein verantwortlicher Einkäufer über alle Vertriebskanäle hinweg eine Strategie, verhandelt diese mit den Lieferanten und setzt sie um. Dadurch gewinnt Karstadt einen erheblichen Zeitvorteil, denn schon bevor der Lieferant kommt wird geplant, was auf welchen Kanälen, in welcher Reihenfolge und Intensität passieren soll. Dadurch können auch Werbestrategien – vom Prospekt bis zu sozialen Medien – kanalübergreifend schon im Vorfeld viel besser geplant werden.

„Wir sind dabei, verschiedene digitale Lösungen für den stationären Einzelhandel testweise auf die Fläche zu bringen“, so Stephan Fanderl. „Wir wollen damit Erfahrungen sammeln und sehen, was wir in welcher Weise bei Karstadt umsetzen können.“

Partnerschaften online und stationär

Karstadt hat bereits einige umfassende Partnerschaften neu geschlossen, so beispielsweise mit der El Corte Inglés-Tochter Sfera. Zunächst bietet Karstadt die erfolgreiche Kinderkollektion von Sfera an, die sich auf ihrem Heimatmarkt u. a. gegen so starke Anbieter wie H&M behauptet. Ein Beispiel für eine Partnerschaft mit einem ausländischen Pure-Online-Player hingegen ist eve Sleep, die international erfolgreich Matratzen anbieten und in Deutschland künftig exklusiv bei Karstadt auf der Fläche sind – gerade bei Matratzen ist die Möglichkeit der Beratung, des Kennenlernens und Ausprobierens in einer Filiale ein echter Vorteil für die Kunden.

Dass eve Sleep nun auch bei Karstadt.de gelistet ist, versteht sich bei einem Omni-Channel-Anbieter wie Karstadt Warenhaus von selbst. „Wir werden einen vernetzten Marktplatz schaffen, wo Online- und Offline-Handel miteinander verschmelzen und kanalunabhängig Ware für den Kunden angeboten wird“, so Stephan Fanderl.

Die Verzahnung von online und stationärem Handel schafft Karstadt beispielsweise auch durch das kommende Angebot von „Click & Reserve“. Damit können die Kunden künftig im Internet die Verfügbarkeit von Ware online abfragen, den Wunschartikel in der Filiale reservieren und später dort abholen, aus- oder anprobieren und so die Vorteile des Warenhauses in der Innenstadt nutzen.

Auch mit dem Relaunch der Eigenmarke „She“ rückt Karstadt näher an seine Kunden heran und stellt sich auf deren Bedürfnisse ein. Diese Kundennähe macht das Warenhaus für Partner noch attraktiver.

Warenhaus: Format der Zukunft

Der Kunde sucht im Warenhaus nach wie vor ein umfassendes Sortiment. „Als Marktplatz mit starker Handelskompetenz und guter Kenntnis der lokalen Bedürfnisse können wir genau diesem Wunsch entsprechen“, so Stephan Fanderl. Und zwar mitten in der Innenstadt, an hoch frequentierten Plätzen.

Der „Marktplatz der Zukunft“ wird durch weitere Partnerschaften erheblich wachsen. Jedes Warenhaus stellt auch eine logistische Einheit dar und Karstadt kann die gesamte Kette vom Import bis hin zur Präsentation auf der Fläche abbilden, wenn Partner dies wünschen. Somit ist das Warenhaus hoch attraktiv für alle möglichen in- und ausländischen Anbieter von Waren und Dienstleistungen. Diese kann Karstadt dann so inszenieren, dass der Kunde überall
und zu jeder Zeit einkaufen kann – vor Ort, zu Hause oder mobil.