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Karstadt Warenhaus setzt Multi-Channel-Strategie konsequent fort

SIGNA Retail

Experience Store in Düsseldorf eröffnet

Karstadt Warenhaus geht den nächsten Schritt seines umfassenden Modernisierungsprogrammes und wächst zu einem integrierten „Marktplatz der Zukunft“. „Wir werden einen vernetzten Marktplatz schaffen, wo Online- und Offline-Handel miteinander verschmelzen und kanalunabhängig Ware für den Kunden angeboten wird“, so Dr. Stephan Fanderl, CEO von Karstadt Warenhaus. Eine weitere Verzahnung von online und stationärem Handel schafft Karstadt in seinem so genannten „Experience Store“ in Düsseldorf. Kernelement der technologisch fortschrittlichsten Filiale von Karstadt ist das digitale Schaufenster, über das der Kunde per Touch-Bedienung rund um die Uhr einkaufen kann.

Neben dem gesamten Sortiment werden auf dem Touchscreen auch saisonale Angebote für besondere Anlässe wie Weihnachten, Ostern oder Karneval präsentiert. Der Kunde kann die gewünschten Produkte entweder direkt anschließend im Laden, also vor Ort, kaufen. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, den persönlichen „Beam Basket“ auf das eigene Smartphone zu übertragen, beispielsweise wenn das Geschäft geschlossen hat. Regal, Schaufenster und Online-Shop verschmelzen zu einem 24/7-Kauferlebnis für den Kunden.

Ein weiteres Feature des Karstadt Experience Store in der Düsseldorfer Schadowstraße 93 ist die intelligente Umkleidekabine. Sie macht dem Kunden Produktvorschläge, die beispielsweise zum Pullover passen, den er gerade vor dem 1,40 x 2 Meter großen intelligenten Spiegel anprobiert. Per Call-Taste kann der Kunde dem Verkäufer über dessen Smartphone signalisieren, dass er eben diesen Pullover bitte noch in einer anderen Größe bringen möge. Dafür hat Karstadt ein ausgewähltes Sortiment mit RFID-Chips ausgestattet, die mit dem Kabinenspiegel kommunizieren. Gleichzeitig ist es möglich, die Lichteffekte in der Umkleide zu variieren, damit der Kunde sieht, wie der Pullover etwa bei Tageslicht aussieht.

Der Experience Store ist darüber hinaus auch mit kleineren Touchscreens ausgestattet, mithilfe derer der Kunde nach Produkten suchen kann, wenn diese vergriffen oder in der Filiale in Düsseldorf nicht erhältlich sind. Der Clou dabei: Platziert der Kunde einen Artikel vor dem Bildschirm, werden ihm gleichzeitig Produktinformationen angezeigt und passende Outfits präsentiert.

Der so genannte „Delay Mirror“, also ein Verzögerungsspiegel, zeigt mit ein paar Sekunden Verzögerung Fotos und Videos vom Kunden, wie er sich im neuen Outfit dreht und bewegt. So kann er sich nicht nur von vorne betrachten, sondern sieht auch, wie die potenzielle neue Jacke von der Seite oder von hinten wirkt. Die Fotos können auch auf den Sozialen Netzwerken gepostet oder direkt verschickt werden.

Alle Mitarbeiter der Karstadt Filiale Düsseldorf sind mit Handhelds ausgestattet, die ebenso Informationen zum Sortiment liefern und gleichzeitig als bargeldlose, mobile Kassen dienen. Somit bleibt dem Kunden das Schlangestehen beim Checkout erspart.

Auch die neuen elektronischen Preisschilder geben über das persönliche Smartphone Informationen zu den einzelnen Artikeln preis oder leiten den User auf den Onlineshop von Karstadt, sollte die gewünschte Farbe oder Größe im Store einmal nicht mehr verfügbar sein. Last but not least hat Karstadt eine App entwickelt, die Kunden als Instore-Navigationsgerät nutzten können.

Mit dem modernen Vorzeigeprojekt in der Düsseldorfer Karstadt Filiale wird einmal mehr klar, dass Onlineshop und Filiale keine Konkurrenz sind, sondern vielmehr zwei Wege zum Kunden. Nur, wo online und stationärer Handel verschmelzen, kann auch auf beiden Kanälen Umsatz gemacht, und nur so kann der Kunde immer wieder animiert werden. Die Integration von POS-Terminals, interaktiven Spiegeln in der Umkleidekabine oder das digitale Schaufenster sind also ein Brückenschlag zwischen Shop und Kunde. „Wir sehen den ‚Experience Store‘ als Möglichkeit, Erfahrungen mit den einzelnen Anwendungen und Prozessen zu sammeln. Wir wollen wissen, was den Kunden davon am meisten interessiert und wie er damit umgeht. In dieser Dichte der Anwendungsmöglichkeiten gibt es derzeit im deutschen Einzelhandel wenig ähnliche Projekte. Wir haben bis jetzt schon eine ganze Menge Erkenntnisse gewonnen, die uns auf dem Weg, Karstadt zu einem vernetzten Marktplatz zu machen, helfen“, erklärt Fanderl.