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Schwerpunkt Digitalisierung

SIGNA Retail

Digitalisierungsprozesse sind State of the Art. In Bereichen wie der Kommunikations- und Informationsbranche schon längst – mittlerweile ist auch der Immobiliensektor von Digitalisierung schon wesentlich geprägt. Die digitale Vernetzung, neue Technologien und neue Methoden sind der Schlüssel in der aktuellen Entwicklung der Immobilienwirtschaft. Eine aktuelle Studie des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. hat zum Ergebnis, dass über 90 % der befragten klassischen immobilienwirtschaftlichen Unternehmen für sich das Thema Digitalisierung als sehr relevantes Handlungsfeld identifizieren. Der digitale Wandel hat die Prozesse in Planung, Bau,
Vermarktung, und im Betrieb von Immobilien verändert und animiert uns, unsere Modelle grundlegend zu überdenken.

DIGITALISIERUNGSPROZESSE – UND DIE LANGSAMEN KOMMEN UNTER DIE RÄDER

Das Rad der Digitalisierung dreht sich schnell. Wer diese Kräfte nicht für sich und seine Geschäfte nutzt, kommt langfristig unter die Räder. Im Zuge der Digitalisierung sind alle Branchen gefordert, die Komfortzone zu verlassen und ihre Geschäftsfelder und -modelle kritisch zu hinterfragen, um neueste technische Möglichkeiten zu Gunsten der Kunden und für sich selbst nutzen zu können. Man ist gezwungen, ansonsten machen es andere für einen. Am Beispiel von Uber oder Airbnb sieht man, dass es sogar vermeintlich branchenfremde Unternehmen innerhalb sehr kurzer Zeit schaffen, in etablierten Märkten Fuß zu fassen und vorzustoßen und grundlegende Veränderungen herbeiführen können. Sie besitzen weder eigene Taxis noch Hotels oder Wohnungen und wirbeln die etablierten Branchen gehörig durcheinander. Wenn es in diesen Geschäftsfeldern gelingt, sollte auch die Immobilienbranche vorbereitet sein, denn auch die Immobilienwirtschaft ist in hohem Maße von der Digitalisierung betroffen.

Die oben genannten Beispiele lassen uns aufhorchen. Die neuen Technologien können auf der einen Seite ganze Branchenzweige bedrohen, auf der anderen Seite eröffnen sie innovativen Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Erfolgspotenziale. Diese Potenziale müssen rechtzeitig erkannt und genutzt werden. Daher ist es wichtig, dass wir ständig über den Tellerrand blicken und den digitalen Wandel aktiv mitgestalten und zu unserem Vorteil nutzen, denn die Langsamen werden hier das Nachsehen haben. Man kann behaupten: Der Megatrend Digitalisierung ist Treiber der Immobilienwirtschaft von morgen und wird die Immobilienbranche nachhaltig verändern. Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen lässt eine Beschreibung in sechs Thesen zu und zeigt, welche digitalen Trends kommen werden:

Digitalisierung der Immobilienbranche

Die Digitalisierung gilt als wesentlicher Treiber des zukünftigen Wachstums. Beispiele dafür sind die Optimierung der IT-Systeme, die wachsende Nutzung von virtuellen Arbeitsräumen oder der verstärkte Einsatz mobiler Anwendungen. Die übergreifende Vernetzung im IT-Bereich der einzelnen Unternehmen mit ihren Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern wird immer notwendiger. Eine Harmonisierung der einzelnen Systemschnittstellen ist dabei entscheidend.

Im Asset Management schaffen leistungsstarke Tools zur Umsetzung von Analysen und Auswertungen quasi wie in einem Management-Cockpit viel effizientere und bessere Entscheidungen und sind ein wichtiger Faktor für die Transparenz am Markt. Das Schlagwort „Big Data“ ist natürlich auch in die Immobilienwirtschaft eingekehrt, da die mittlerweile rasant steigenden Mengen und die geradezu überbordende Verfügbarkeit von Marktdaten, Transaktionen und Immobilienbeständen wesentlichen Einfluss auf die Prozesse nehmen. Vielfältigste Daten wie etwa zu Immobilientransaktionen, das aktuelle Immobilienangebot oder allerlei Bewertungen können damit miteinander verbunden und ausgewertet werden. Die Immobilienwirtschaft ist bei den neuen technologischen Entwicklungen für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und die digitale Revolution gefordert. Die Kunden von morgen sind technisch hochaffin – der Nutzungsgrad mobiler Geräte steigt rasant bzw. ist bald Standard. Gerade im Bereich der Digitalisierung bieten sich interessante Möglichkeiten für die Immobilienbranche der Zukunft.

Neue Instrumente für Vermarktung und Vertrieb

Die Digitalisierung schafft Instrumente wie soziale Medien, Augmented Reality, Virtual Reality oder Artificial Intelligence, welche den Immobilienverkauf und die -vermietung zielführend unterstützen können. Virtual Reality hilft dabei, Produkte, die erst in der Planungs- oder Bauphase sind, völlig neu erlebbar zu machen. Nutzerinnen und Nutzer werden direkt in die Wohnung oder in das Büro „versetzt“. Das ermöglicht den Interessentinnen und Interessenten sehr realitätsnahe Einblicke in eine Immobilie. Zusätzlich können in der virtuellen Welt bereits mögliche Ausstattungsdetails wie z. B. spezielle Bodenbelege, verschiedene Badezimmerarmaturen oder diverse Lampen durchprobiert werden. Die Aufmerksamkeit steigt hier bei 100 %, komplett ohne Ablenkung. Dadurch bleibt der konsumierte Content auch länger im Gedächtnis. Knapp 60 % der 15- bis 65-Jährigen können sich in Zukunft vorstellen, Produkte über VR-Brillen zu kaufen, für 30 % dieser Gruppe ist das auch für Immobilien denkbar. Wobei die Jungen den neuen Technologien natürlich noch offener gegenüberstehen. Artificial Intelligence, z.B. in Form von Chatbots, bringen ebenfalls ganz neue Möglichkeiten im Immobilienvertrieb. Bots bieten eine nützliche Form der Komplexitätsreduktion. Als lernende Suchmaschinen können die Bots personalisierte Informationen und auf Bedürfnisse zugeschnittene Angebote auf Knopfdruck bereitstellen. Der Bot erklärt uns z. B., von welcher Wohnung aus wir den atemberaubendsten Ausblick haben, stellt uns auf Anfrage Grundrisse zu Verfügung, erzählt uns etwas über die Architektur der Immobilie oder empfiehlt uns die besten Lokale in der Umgebung – und das 24 Stunden 7 Tage die Woche.

In unserer neuen digitalen SIGNA Times erweitern wir die gedruckte Ausgabe um Augmented Reality. So können wir uns mittels Smartphone oder Tablet ansehen, wie sich beispielsweise ein 3D-Modell unseres Landmark-Projekts THE ICON VIENNA am Wiener Hauptbahnhof von Grund auf errichtet und es dann von allen Seiten betrachten.

Kostenvorteile und Prozessoptimierung

Der digitale Wandel ist sehr facettenreich – von Prozessen der Planung, Realisierung, Vermarktung, Nutzung bis zur Sanierung oder Revitalisierung. Schlagwörter sind hier: Big Data, Smart Home, Internet of Things, Sharing Economy oder die BIM-Technologie (Building Information Modeling). Wenn man sich mit diesen Themen rechtzeitig auseinandersetzt, können sich enorme Vorteile betreffend Qualität, Kosten und Zeitmanagement ergeben. Es ist also unerlässlich, unsere Geschäftsmodelle immer wieder neu zu überdenken, neue Tools und Innovationen zu testen, um Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten – auch in einer vermeintlich statischen Branche wie jener der Immobilien. Denn wer heute etwas wagt, der wird morgen gewinnen.

Building Information Modeling

Heutzutage wird – wie in anderen Bereichen auch – in Architektur und Bauwesen die Konzeption und die Ausführung von Gebäuden mit Hilfe von spezieller Software vorausgeplant. Diese Modellierung mit den Gebäudedaten (engl. Building Information Modeling) erfasst, kombiniert und vernetzt dabei alle relevanten Gebäudedaten im Planungsprozess digital. So kann das Gebäude relativ einfach visualisiert werden und allen eingebundenen Gruppen und Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden – um gemeinsam mit denselben Daten zu arbeiten. Änderungen, ob bei Massen, Höhen, Stückzahlen oder Kosten können so direkt eingefügt werden, was den gesamten Prozess um ein Vielfaches einfacher und genauer macht. Die wesentlichen Vorteile sind die Verbesserung der Planungsqualität, die kontinuierliche Verfügbarkeit aller Daten, der verbesserte Informationsaustausch zwischen den Planungsbeteiligten oder die kontinuierliche Datenaufbereitung während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

Eine smarte Welt

Mittlerweile sind immer mehr und immer unterschiedlichere Geräte mit dem Internet verbunden und schaffen so eine Vernetzung von „smarten“ bzw. intelligenten Geräten mit ganzen Gebäuden. Ob ein Kühlschrank, der eine Bestellung abgeben kann, weil ein Produkt ausgegangen ist oder eine innovative Steuerungs- und Kommunikationstechnologie, die den Energieverbrauch nachhaltig senkt – bei Gebäudeautomatisierungssystemen, auch „Building Management Systems“ und „Internet of Things“ genannt – bei unauffällig im Hintergrund agierenden „intelligenten“ Systemen und Gegenständen tut sich sehr viel.

Neben der Effizienzsteigerung stehen auch die Visualisierung und bessere Bewusstmachung im Vordergrund. Der Bogen spannt sich mittlerweile vom „Smart Home“ bis zu „Smart Buildings“ und, wie es Wien für sich auch in Anspruch nehmen kann, zu „Smart Cities“. Ziel bzw. Thema dabei ist die permanente Interaktion zwischen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern mithilfe von Technologien für eine gegenseitige positive und nachhaltige Beeinflussung.

Virtual- und Augmented Reality

Die digitalen Daten lassen sich mit modernen Visualisierungstechniken, Datenbrillen und Smartphones oder Tablets mit Virtual- und Augmented Reality darstellen. Das Thema „Virtual Reality“ (VR) ist mittlerweile bei den innovativen Immobilienunternehmen schon „common sense“ bzw. gängiger Begriff. Der Einzug von digitalen und virtuellen Realitäten, wie etwa Virtual oder Augmented Reality, schafft insbesondere für den Immobilienbereich sehr viele, geradezu unvorstellbare neue Möglichkeiten – von der Planung bis zur Vermarktung der Projekte.

„Als einer der größten privaten Immobilienentwickler wissen wir um die Erlebbarkeit und Darstellung von Immobilien bereits vor Fertigstellung. Wenn es darum geht, für Projekte Interessenten zu finden, stehen wirklichkeitsnahe Visualisierungen ganz oben auf der Liste der wesentlichen Marketinginstrumente. Neben dem Nutzen von realitätsnahen Visualisierungsfilmen und Renderings besteht ein sehr großes Potenzial für den Bereich Virtual Reality im Immobilienvertrieb“, erklärt Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer von SIGNA. Virtual und Augmented Reality werden in der Immobilienbranche in den nächsten Jahren enorm boomen. Für die Branche bedeutet das, dass hier auch der technologische Vorsprung ein echter Fortschritt für die Vermarktung und damit den Erfolg sein wird.

Seit 2015 setzt SIGNA für den Vertrieb ihrer in Bau befindlichen Immobilien auf Virtual Reality- Rundgänge. Mittels Oculus-Brille, oder auch ortsunabhängig auf Tablet und Smartphone, können sich Mietinteressentinnen und Mietinteressenten ein klares Bild davon machen, wie das fertige Objekt aussehen wird. Diese Technik macht die Immobilie erleb- und greifbar, zeigt die Wegeführung, gibt ein Gefühl für die Räumlichkeit und die damit verbundene Sicherheit, schafft Klarheit für den Kunden und beschleunigt damit den Entscheidungsprozess.