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Schwerpunkt Moderne Arbeitswelten

SIGNA Unternehmensgruppe

Zukunft Arbeitswelt - Die moderne Arbeitswelt befindet sich in einem großen, strukturellen Wandel. Die Arbeit an sich – ob in einem Büro oder bei einer manuellen Tätigkeit – verändert sich, sie wird vernetzter, kreativer, digitaler und komplexer. Dies zeigt, dass wir unseren Begriff von Arbeit und Arbeitswelten neu überdenken müssen, da geregeltes Arbeiten immer mehr an Bedeutung verliert. Demnach müssen sich die Arbeitsplätze der Zukunft an diese Entwicklung anpassen. Wie sehen diese Arbeitsplätze, diese modernen Arbeitswelten aus? Wie verändern sie sich und wird es in Zukunft überhaupt noch Büros geben, wie wir sie heute kennen?

Der fixe Schreibtisch – ein Auslaufmodell?

Der fixe und persönliche Schreibtisch in herkömmlichen, traditionellen Büros – vielleicht sogar noch in der Form eines Einzelbüros – ist beim Fokus Kreativität oder vernetztes und interdisziplinäres Arbeiten der modernen Arbeitswelten ein Widerspruch in sich und erscheint kaum mehr zeitgemäß, sondern geradezu antiquiert. Die technischen Entwicklungen – Stichwort „digitale Transformation“ – führen dazu, dass wir keinen festen, individuellen Arbeitsplatz mehr brauchen. Mittels moderner Technik können, wollen und zum Teil müssen wir immer und überall arbeiten. Viele Unternehmen verabschieden sich branchenunabhängig von der konventionellen Schreibtischaufteilung. Branchenindividuell ist diese Entwicklung noch größer, denkt man z. B. an die Dynamik innerhalb von Start-ups.

Was bedeutet das in der Praxis: Ein individueller eigener Arbeitsplatz bzw. Schreibtisch gehört nicht mehr zur Standardausrüstung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheiden jeden Morgen – wenn es sich um spezielle Projektteams handelt vielleicht sogar alle paar Stunden –, wo sie jeweils arbeiten, abhängig davon, was als nächstes zu tun ist und welcher Raum für die Erfüllung dieser Tätigkeit am geeignetsten erscheint. Den Möglichkeiten und Ausstattungsvarianten werden dabei kaum Grenzen gesetzt, denkt man an die Unternehmen wie Microsoft, Apple, Cisco oder Google.

Die modernen Arbeitswelten enthalten mittlerweile diverseste Ausstattungsmöglichkeiten und Gestaltungsvarianten, beginnend mit dem ruhigen und verschlossenen Einzelbüro, dem praktischen Konferenzraum, einer bequemen Lounge für kreatives Arbeiten bis hin zum großen Besprechungsraum für Meetings, einer Café- bzw. Barvariante und viele weitere Möglichkeiten, natürlich jeweils ausgestattet mit neuester Technologie und Videosystemen. Das alles bietet das multifunktionale Büro 4.0.

Deskshare – the new Desktop?

Stationäre Computer gehören vielfach der Vergangenheit an, während die mobilen Geräte wie Smartphones, Notebooks und Tablets den Einzug in das Büro gemacht haben und dort mittlerweile zum Alltag bzw. zur Standardausstattung gehören. Wenn der fixe Schreibtisch für einen Mitarbeiter wegfällt, dann muss sich auch die Technik anpassen. Nur so kann auf der gemütlichen Couch im Lounge-Bereich und am gleichen Tag auch im Konferenzraum und in der offenen Küchenzeile bei Kaffee und Snacks kreativ gearbeitet werden, denn:

Die Geräte sind mobil und werden überall mitgenommen bzw. können überall eingesetzt werden. Eine aktuelle Studie von Eurostat zeigt, dass in Österreich schon rund 75 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seitens ihrer Arbeitgeber mit portablen Endgeräten ausgestattet werden, in Deutschland liegt die Zahl bei rund 65 %.

Baukasten Prinzip als Lösung?

Wie reagieren Unternehmen, Immobilienentwickler, Architekten oder etwa Büroausstatter auf diese neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen? Eigentlich mit einem einfachen und logischen Schritt bzw. Methode, indem eine Art „Baukasten-Prinzip“ angewendet wird. Wände können so flexibel im Großraumbüro eingezogen werden. Je nach Bedarf kann die ganze Fläche in Einzelbüros verwandelt oder in vielerlei Formen und Anwendungsbeispiele umgestaltet werden. Das Arbeitsumfeld wird, angepasst an die neuen Bedürfnisse, immer wohnlicher, quasi ein „Living Office“ wie Sie es z. B. im neuen AUSTRIA CAMPUS vorfinden werden. Die neuen Büros passen sich den privaten Bedürfnissen und Gegebenheiten durch Möbel oder weitere Einrichtungsgegenstände an, die bisher eher in einem Wohnzimmer als in einem Büro zu finden waren.

Was sagen die zukünftigen Nutzer zum „Office of tomorrow“?

Das weltweit tätige Immobilien- Dienstleistungsunternehmen Savills hat eine sehr umfangreiche und interessante Studie mit dem Titel “Office of the future?“ veröffentlicht. Befragt wurden bei dieser Studie 1.250 Personen in Deutschland, darunter 250 Studierende sowie 1.000 Angestellte unter 35 Jahren. Fragestellungen der Untersuchung waren u. a., wie flexibel und individuell sich die Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer sich ihren Arbeitsplatz von morgen wünschen? Wie urban muss ein Standort sein? Welchen Einfluss wird die Digitalisierung auf unsere Arbeitsweise haben?
Unternehmen, Architekten, Immobilienentwickler, Büroplaner und -ausstatter und Investoren müssen sich auf die Ansprüche der kommenden Arbeitnehmer-Generationen einstellen. In der immer wichtigeren Suche nach den besten und geeignetsten Talenten für wettbewerbsfähige Unternehmen ist, neben anderen Gründen, auch das Bürogebäude ein zentraler Faktor für die Attraktivität eines Arbeitgebers.

Der gesellschaftliche Wandel und das Büro der Zukunft

Die Wünsche der Befragten sind geprägt von Flexibilität, erhöhter Mobilität, der Anziehungskraft urbaner Regionen und dem gleichzeitigen Verlangen nach Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Sie bevorzugen einen urbanen Bürostandort mit Nahversorgern, Essensmöglichkeiten und Freiflächen. Aber: Sie geben auch an, dass ihnen ein fester Arbeitsplatz mit Tisch und Sitzplatz wichtig ist. Knapp 60 % der Befragten würden gerne die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Home-Office verbringen. Die in den modernen Arbeitswelten propagierten Desksharing-Varianten, die aufgrund des verringerten Platzbedarfs für Unternehmen interessant sein können, werden laut den Befragten allerdings weniger gewünscht. Interessanterweise hat nur ein kleiner Anteil aller Befragten heute schon Gefallen am Desksharing. Im Gegensatz dazu haben die Befragten ein umso höheres Interesse an der Mitgestaltung der Büroflächen: über 60 % würde gerne an der Einrichtung und Auswahl des Mobiliars oder diverser Steuerungsmöglichkeiten wie Temperatur- und Lichtregelung am Arbeitsplatz beteiligt sein.

Immerhin knapp die Hälfte der Befragten würde außerdem gerne die Arbeitsumgebung nach eigenem Geschmack personalisieren. Was den gesamten Bürostandort betrifft, so sind über 2/3 der Befragten der Meinung, dass vorhandene Parks und Grünflächen sehr wichtig sind. Dadurch, dass zeitgemäße Arbeitsmodelle nicht mehr an feste Zeiten und Strukturen gebunden sind, müssen moderne Büro-Umgebungen dementsprechend fließend, flexibel und veränderlich sein, so die einhellige Meinung der Befragten.

Die Zukunft: The Living Office

Moderne Infrastruktur für die neue Arbeitswelt bzw. moderne Projektentwicklungen bieten eine große Vielfalt an Möglichkeiten, Arbeit und Alltag, Business und Freizeit harmonisch miteinander zu verbinden, so ein Ergebnis dieser Befragung, aber auch der allgemeinen Entwicklung. Oftmals sogar als Stadt in der Stadt mit vielfältiger Nahversorgung und Gastronomie, umfassenden Services und einem ebenso ansprechenden wie funktionellen Office-Ambiente, das hervorragende Effizienz und Flexibilität mit intelligenter Nachhaltigkeit kombiniert. Innovative Büro-Konzepte bieten so eine lebenswerte Neudefinition des Arbeitslebens: qualitätsvoll, dynamisch, zukunftsorientiert und mit einer großen Vielfalt an Möglichkeiten, Arbeit und Alltag harmonisch miteinander zu verbinden. In unterschiedlichen Branchen setzen sich die jeweiligen Büroorganisationen durch – ob Einzelbürosystem, ob Großraumvariante, ob moderne Bürowelten und vieles mehr. Wesentliches Merkmal ist die individuelle Gestaltung und Flexibilität, die durch Projektentwickler und Bürogestalter ermöglicht wird.

Definition: The Living Office

Moderne Office-Umgebungen basieren auf einem neuen, zeitgemäßen Begriff des Arbeitens: Office- Arbeit von heute und morgen ist flexibel, mobil, kommunikativ und vernetzt. Und vor allem: Sie fördert die Freude und sorgt damit für hohe Produktivität und konsequenten Erfolg, im Team genauso wie für jeden einzelnen Mitarbeiter. Die entscheidende Voraussetzung dafür: Eine neue, nachhaltige Definition des Arbeitslebens, das nicht vom übrigen Leben isoliert ist, sondern einen wesentlichen, erfüllenden und harmonisch in den Tagesablauf integrierten Teil des Lebens darstellt. Moderne Entwicklungen weisen zudem eine sehr hochwertige Architektur, intelligente Gebäude- und Office-Konzepte, eine optimale Verkehrslage und Erreichbarkeit sowie eine attraktive Nahversorgung auf. So finden sich wertvolle Service-Einrichtungen direkt vor Ort, wie z.B. Kinderbetreuung oder medizinische Versorgung. Darüber hinaus sind die modernen Büroentwicklungen auch mit einem umweltfreundlichen, nachhaltigen und betriebskostenreduzierenden Konzept bei der Gebäudetechnik ausgestattet. Die vielfach geothermisch aktivierten Bürogebäude ermöglichen es, die Energie der Erdwärme sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen der Immobilien zu nutzen. Ein weiterer entscheidender Faktor für die außergewöhnliche Office-Qualität bzw. für eine moderne Arbeitswelt ist eine zentrale Lage mit unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten einer Stadt.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen: Das Büro, die Arbeitswelt der Zukunft, sollte zentral und multifunktional sein, Infrastruktur beinhalten, eine gute Verkehrsanbindung haben und Service- sowie Gastronomieeinrichtungen aufweisen. Wer diese Eigenschaften bei seinen Projekten vorweisen kann, wird auch Erfolg haben und für Unternehmen die modernen Arbeitswelten der Zukunft zur Verfügung stellen.